Die Hatz auf Julian Assange und WikiLeaks ist in vollem Gange.

Ku-Klux-Klan ja, Wikileaks nein

Einige Firmen fühlen sich berufen, in vorauseilendem Gehorsam zum Beispiel die Spenden an WikiLeaks zu behindern. Banken kündigen Konten, PayPal war sofort dabei. Die Begründungen sind abenteuerlich bzw. aus den Fingern gesaugt. PayPal hat Bedenken bei WikiLeaks, pflegt aber weiter die Konten des Ku-Klux-Klan. Das mag an den hohen Ansprüchen dieser rassistischen Organisation liegen, die Spenden nur von "Weißen" annimmt. Der Rassenanspruch beschränkt sich nicht auf den Spender allein, auch dessen Ehepartner darf kein  "nicht weißer" sein.

Amazon kündigte das Hosting. Diese Aktion ging für die US-Administration voll daneben, denn innerhalb kürzester Zeit wurden hunderte Server mit Spiegelungen eingerichtet. Inzwischen sind es, Stand 20.12.2010, 2194! Wünschen wir dem US-Außenministerium viel Erfolg beim Versuch wenigstens den Überblick bei den Mirror-Servern zu behalten. Transparent wie WikiLeaks nun einmal ist und sein will gibt es eine öffentliche Liste dieser Server.

Die französische Zeitung Libération entschloss sich als erste Zeitung den Inhalt von WikiLeaks zu spiegeln.
”Wir haben uns entschlossen, das Unterdrücken der Wikileaks-Website zu einer Zeit zu verhindern, in der Regierungen und Unternehmen ihr Funktionieren ohne jegliche Justizentscheidung zu blockieren suchen.”

Erfreulicherweise haben auch einige deutsche Medien sich dem Main-Stream der WikiLeaks-Schelte entzogen, wurden sogar recht aktiv.
Die taz, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Freitag, perlentaucher.de, Tagesspiegel und das 'European Center for Constitutional and Human Rights' veröffentlichten einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks. Diesem können auch Sie sich anschließen! Stand am 20.12.2010 12212 Unterzeichner.

Die taz ging noch einen Schritt weiter und bietet einen Link-Dienst für Leser, Blogger und Homepage-Betreiber an. Man kann recht einfach einen Link einbinden und die eigenen Leser werden damit auf einen funktionierenden Mirror-Server geleitet.

Ein negatives Beispiel im Umgang mit diesem Thema liefert mal wieder der ksta Um diesen kurzen Artikel bewerten zu können, empfehle ich Ihnen vorher den Artikel eines Journalisten der F.A.Z zu lesen.


WikiLeaksDer Link dieser Grafik wird automatisch an eine erreichbare Webseite von WikiLeaks weitergeleitet.

Getagged mit
 

2 Responses to WikiLeaks – Blockadesicher

  1. Ursula sagt:

    Das Facebook Gefaellt mir Button Plugin waere nuetzlich. Oder habe ich es uebersehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

PageLines