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Wie doof darf eine Blondine im Spiegel sein?

11. August 2009 12:43

Blondinen-Witze mochte ich nie. In die­sem Fall würde ich ant­wor­ten: So doof wie die, die vor dem Spie­gel steht.

Was der Spie­gel so auf die Zuschauer los­lässt, bedarf einer Erklä­rung die sich nicht allein am Ver­stand ori­en­tiert. Man hat den Ein­druck, die Redak­tion hat sich das größte Dumm­chen aus­ge­sucht, um für die Aus­gabe mit dem Arti­kel “Netz ohne Gesetz” zu wer­ben. Dabei offen­bart die Wer­bende ein geis­ti­ges Niveau, wel­ches uns durch­aus bekannt ist, aus der Wer­bung. Pro­vo­ka­tion durch Dummheit.

“Was im ech­ten Leben nicht mög­lich ist, scheint im Inter­net mög­lich zu sein”, sagt Kers­tin Kull­man.
Sie bezieht sich dabei auf Kin­der­por­no­gra­phie, die ihrer wer­ten Mei­nung nach nicht im rea­len Leben pro­du­ziert wird son­dern rein vir­tu­ell im Netz.

Kin­des­miss­brauch fin­det selbst­ver­ständ­lich in der Wirk­lich­keit statt. Jeder weiß das, nur Frau Kull­man nicht. Sie ist offen­sicht­lich ein Opfer des­ori­en­tier­ter Journalisten.

Ihrer Mei­nung nach ist das Inter­net ein rechts­freier Raum.

Das ist natür­lich gro­ber Unfug, den sie ein­fach nach­plap­pert. Sie hätte sich ein­fach bei der Bun­des­mi­nis­te­rin für Jus­tiz erkun­di­gen kön­nen, die stellte ges­tern klar:

“Die Rechts­lage ist klar: Was off­line ver­bo­ten ist, ist auch online verboten”.

Das war bis­her nicht jedem klar, wir haben im Straf­recht noch keine Aus­nah­me­re­ge­lun­gen für das Inter­net. Mag man noch so dumm daher­re­den vom “Rechts­freien Raum”, es ist schlicht­weg Unfug.

Sehen Sie sich an was Miss “Netz ohne Gesetz” so auf der Platte hat — glau­ben Sie mir, es wird lustig!

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