Wie tönte es vor einigen Tagen noch groß aus Müntefering heraus: Merkel kann schon mal die Umzugkartons packen.

Acht Wochen vor der Wahl wären nur noch 17 Prozent der Wähler bereit Steinmeier zum Kanzler zu wählen. Ein erbärmliches Umfrageresultat, liegt er doch noch hinter dem prognostizierten Stimmenanteil seiner Partei zurück. Die bringt es momentan immerhin noch auf 23 Prozent. Noch.

Nächste Woche wird eine aktuelle Umfrage wahrscheinlich ein noch schlechteres Abschneiden für Partei und Kanzlerkandidat zu Tage fördern. Die Dienstwagen Affäre der Ulla Schmidt und die absolut schwache Reaktion des Kandidaten wird Wirkung zeugen. Wer bei einer solch banalen Geschichte das Heft des Handelns nicht in die Hand nimmt und statt dessen eine Scheinlösung anbietet, kann nicht Kanzler. Hier fehlt eine klare Haltung. Entweder Schmidt gehört zu seiner Gruppe, die er sich nicht einmal Schattenkabinett zu nennen wagt, oder sie gehört nicht dazu. Eine Reservebank gibt es weder für ein Schattenkabinett noch für die Gruppe eines Kanzlerkandidaten.

Fällt Steinmeiers Akzeptanz unter die aktuelle Marke von 17 Prozent, werde ich SPD wählen! Bei Gott, ich schwöre es. Noch nie hat ein Kandidat sich einen Mitleidsbonus verdient, außer Frank Walter Steinmeier.

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