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Ulla Schmidt Dienstfahrten ohne Ende

17. August 2009 19:07

Sie erin­nern noch die feudal-sozialistische Dienst­fahrt der Ulla Schmidt, die nur öffent­lich wurde, weil die Minis­te­rin sich die Limou­sine klauen ließ?

Zunächst erklärte Schmidt damals, die Dienst­fahrt sei die kos­ten­güns­ti­gere Ver­sion für den Steu­er­zah­ler. Ihr Minis­te­rium rech­nete uns alles das sogar vor. Von pri­va­ter Nut­zung wollte sie nichts wissen!

Nach­dem sie wie­der im Lande war änderte sie trick­reich ihre Stra­te­gie und behaup­tete plötz­lich, es habe sich um eine pri­vate Nut­zung gehan­delt und sie werde für die Hin– und Rück­fahrt den geld­wer­ten Vor­teil zu ver­steu­ern. So trickste die den Bun­des­rech­nungs­hof aus, denn der konnte nun nur noch zu dem Urteil kom­men “Alles ordent­lich gelau­fen”, ohne über­haupt die Kos­ten­frage näher zu prü­fen. Für den Steu­er­zah­ler waren keine Kos­ten ent­stan­den, also gab es nichts zu prüfen.

Stein­meier, der schon durch seine schwa­che Ent­schei­dung bezüg­lich Ulla Schmidt unter Druck geriet, ver­kün­dete laut­hals, man möge fair sein, schließ­lich sei alles kor­rekt gelau­fen. Nichts war kor­rekt gelau­fen, der Frei­spruch drit­ter Klasse durch den Bun­des­rech­nungs­hof wurde sofort von Poli­ti­kern bemängelt.

Nun, wir ken­nen Schmidt, wir ken­nen Stein­meier. Beide hoff­ten, wie in der SPD so üblich, auf das Ver­ges­sen. Nun gab es aber eine Anfrage der Abge­ord­ne­ten Fri­cke aus dem Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­tags. Die Ant­wort hat es in sich. Schmidt nutze den Dienst­wa­gen seit 2004 Jahr für Jahr im Urlaub — und das dienst­lich, um in Spa­nien deut­sche Rent­ner vor Ort per­sön­lich über das Gesund­heits­sys­tem zu informieren.

Glau­ben Sie, Frau Schmidt hätte in die­sem Jahr den Dienst­wa­gen pri­vat abge­rech­net, wäre er ihr nicht gestoh­len wor­den? 2004, 2005, 2006, 2007, 2008 dienst­li­che Nut­zung. 2009 privat!

Stein­meier hat nun ein Pro­blem, wegen sei­ner Ent­schei­dungs­schwä­che.

18.09.2009

Die FDP stellt Ulla Schmidt ein Ulti­ma­tum. Bis Ende die­ser Woche soll Schmidt die Nut­zung des Dienst­wa­gens seit 2004 vom Bun­des­rech­nungs­hof prü­fen las­sen. Kommt sie die­ser Auf­for­de­rung nicht nach, wird der Haus­halts­aus­schuss den Bun­des­rech­nungs­hof um eine Prü­fung bitten.

Andere Poli­ti­ker for­der­ten inzwi­schen den Rück­tritt — und selbst in der SPD rumort es. Die Genos­sen neh­men die Fehl­ent­schei­dung ihres Kanz­ler­kan­di­da­ten wahr und erhof­fen sich eine Kor­rek­tur. Schmidt raus, Schmidt rein und nun wie­der Schmidt raus aus dem Team-Steinmeier? Wer will die­sem Ver­ein Ver­ant­wor­tung für ein Land anvertrauen?

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