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Artikel Tagged ‘Internetsperren’

Internetsperren im Koalitionsvertrag

26. Oktober 2009 Kommentare ausgeschaltet

Aus­zug aus dem Koali­ti­ons­ver­trag:

5014 Die Bekämp­fung von Kin­des­miss­brauch und Kin­der­por­no­gra­phie ist für uns von
5015 her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung. Kin­der­por­no­gra­phi­sche Ange­bote in Kom­mu­ni­kati–
5016 ons­net­zen müs­sen mit aller Kraft bekämpft wer­den. Die dau­er­hafte wirk­same Be–
5017 kämp­fung des Miss­brauchs von Kin­dern ist poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung und rechts–
5018 staat­li­ches Gebot zugleich.
5019
5020 Wir sind uns dar­über einig, dass es not­wen­dig ist, der­ar­tige kri­mi­nelle Ange­bote
5021 schnellst­mög­lich zu löschen statt diese zu sper­ren. Wir wer­den daher zunächst für
5022 ein Jahr kin­der­por­no­gra­phi­sche Inhalte auf der Grund­lage des Zugangs­er­schwe–
5023 rungs­ge­set­zes nicht sper­ren. Statt­des­sen wer­den die Poli­zei­be­hör­den in enger
5024 Zusam­men­ar­beit mit den Selbst­re­gu­lie­rungs­kräf­ten der Inter­net­wirt­schaft wie der
5025 deut­schen Inter­net­be­schwer­de­stelle sowie dem Pro­vi­der­netz­werk INHOPE die
5026 Löschung kin­der­por­no­gra­phi­scher Sei­ten betrei­ben.
5027
5028 Nach einem Jahr wer­den wir dies im Hin­blick auf Erfolg und Wirk­sam­keit eva­luie–
5029 ren und auf­grund der gewon­ne­nen Erkennt­nisse ergeb­nis­of­fen eine Neu­be­wer–
5030 tung vor­neh­men. Vor Abschluss der Neu­be­wer­tung wer­den weder nach dem Zu–
5031 gangs­er­schwe­rungs­ge­setz noch auf Grund­lage der zwi­schen den Pro­vi­dern und
5032 BKA abge­schlos­se­nen Ver­trä­gen über Inter­net­sper­ren Sperr­lis­ten des BKA ge–
5033 führt oder Pro­vi­dern übermittelt.

BKA pflegt Listen statt Kinderporno-Seiten löschen zu lassen

13. August 2009 Keine Kommentare

Unglaub­lich! Das BKA pflegt offen­sicht­lich Sperr­lis­ten, unter­nimmt schein­bar aber nichts zur Löschung die­ser Seiten.

bka_versagtDie TAZ berich­tet über die­sen Skan­dal unter “Wir sind bereit”.

“Wir sind jeder­zeit wil­lens und in der Lage, Sperr­lis­ten für Kinderporno-Seiten im Inter­net zusam­men­zu­stel­len”, erklärte ein Spre­cher des BKA gegen­über der TAZ. Wenn das BKA wil­lens und bereit ist, kann kein nor­mal den­ken­der Mensch ver­ste­hen, warum das BKA nicht in der Lage zu sein scheint diese wider­li­chen Inhalte vom Netz neh­men zu las­sen. Dies ist ohne wei­te­res mög­lich, wie Pri­vat­per­so­nen demons­tra­tiv belegten.

Die unglaub­li­che Schlam­pe­rei bei der Umset­zung die­ses Geset­zes wird hier mehr­fach beschrieben.

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Angriff auf die Freiheit

12. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Bei SPON erschien heute ein Arti­kel “Denn sie wis­sen nicht, was sie tun”.

Es han­delt sich um einen Aus­zug aus dem Buch “Angriff auf die Frei­heit” von Ilija Tro­ja­now und  Juli Zeh, wel­ches beim Han­ser Ver­lag erschien und auch im Spie­gel Shop erwerb­bar ist.

Der Arti­kel ist sehr lesens­wert und dürfte die Kauf­ent­schei­dung stark beein­flus­sen. Es geht um den Über­wa­chungs­wahn als Selbst­zweck. Hier einige Aus­züge betreffend

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Wie doof darf eine Blondine im Spiegel sein?

11. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Blondinen-Witze mochte ich nie. In die­sem Fall würde ich ant­wor­ten: So doof wie die, die vor dem Spie­gel steht.

Was der Spie­gel so auf die Zuschauer los­lässt, bedarf einer Erklä­rung die sich nicht allein am Ver­stand ori­en­tiert. Man hat den Ein­druck, die Redak­tion hat sich das größte Dumm­chen aus­ge­sucht, um für die Aus­gabe mit dem Arti­kel “Netz ohne Gesetz” zu wer­ben. Dabei offen­bart die Wer­bende ein geis­ti­ges Niveau, wel­ches uns durch­aus bekannt ist, aus der Wer­bung. Pro­vo­ka­tion durch Dummheit.

“Was im ech­ten Leben nicht mög­lich ist, scheint im Inter­net mög­lich zu sein”, sagt Kers­tin Kull­man.
Sie bezieht sich dabei auf Kin­der­por­no­gra­phie, die ihrer wer­ten Mei­nung nach nicht im rea­len Leben pro­du­ziert wird son­dern rein vir­tu­ell im Netz.

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Presse wird kritisch

10. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

In den Medien scheint sich Ver­nunft durch­zu­set­zen. Bis­her eher durch ängst­li­che Zurück­hal­tung auf­ge­fal­len, trauen sich mehr und mehr Redak­teure dem Pro­fi­lie­rungs­wahn eini­ger Poli­ti­ker offen­siv und mit deut­li­cher Spra­che ent­ge­gen zu treten.

Anlass für den Kom­men­tar im ksta war die geis­tige Ent­glei­sung von Kanz­ler­amts­chef Tho­mas de Mai­zière. Der ent­blö­dete sich nicht uns “Scheuß­lich­kei­ten, die jede Vor­stel­lungs­kraft spren­gen” zu prophezeien, wenn wir nicht bereit sind “Ver­kehrs­re­geln” für das Inter­net zu schaf­fen, aus­ge­rech­net ähnlich denen der –dere­gu­lier­ten–  Finanz­märkte! (RP Online)

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Kinderschutzbund unterstützt Symbolpolitik

8. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Stopp

Der Deut­sche Kin­der­schutz­bund for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf, das Zugangs-Erschwerungsgesetz schnell umzusetzen. Grund für die Auf­for­de­rung sieht man beim DKSB  in der nun­mehr  kaum noch zu über­se­hen­den Ver­zö­ge­rung die hier beschrie­ben ist.

Ein Stück aus dem Toll­haus I

Ist Gut­ten­berg ein Trickser?

Ein Stück aus dem Toll­haus II

Man darf dem Kin­der­schutz­bund nur die bes­ten Absich­ten unter­stel­len. Aller­dings schützt eine sol­che Absicht uns alle nicht vor nega­ti­ven Begleit­er­schei­nun­gen des Geset­zes. Mit die­sem Gesetz wird eine Infra­struk­tur zur Zen­sur geschaf­fen. Die Begehr­lich­kei­ten der Poli­ti­ker sind nicht zu unter­schät­zen und wer­den von Tag zu Tag offen­sicht­li­cher. Ein län­ger Bei­trag hierzu im law blog “Die Mei­nungs­frei­heit als Sondermüll”.

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Ein Stück aus dem Tollhaus II

6. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Stopp

Ein Stück aus dem Toll­haus I schon gelesen?

Die Auf­re­gung hat sich gelegt, Zuver­sicht auf allen Sei­ten. Das Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz kommt doch und zwar pünktlich!

Die betei­lig­ten Minis­te­rien stell­ten klar: Es gibt keine Ver­zö­ge­rung! Nanu, wie kommt’s? Eigent­lich sollte das Gesetz bereits am 01.08.2009 in Kraft tre­ten. Nun wird es wohl Okto­ber oder Novem­ber — oder so — wer­den. Das kann doch kein Mensch ernst­haft als Ver­zö­ge­rung verstehen.

Das feder­füh­rende Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rium wider­sprach ges­tern anders lau­ten­den Mel­dun­gen, wonach es wegen der Vor­lage des Geset­zes bei der EU zum Ver­fall des Geset­zes kom­men könnte (Dis­kon­ti­nui­tät) oder es zu Ver­zö­ge­run­gen kom­men könnte. (siehe Gut­ten­berg)

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Ist Guttenberg ein Trickser?

5. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Stopp

Die sich abzeich­nende Bla­mage beim Netz­sper­ren­ge­setz hatte ich schon beschrie­ben. Nun meh­ren sich Anzei­chen wer das Geset­zes­vor­ha­ben even­tu­ell regel­recht hin­ter­treibt. Ein Arti­kel der SZ klärt auf.

Vor­weg, zu gewin­nen gibt es bei die­sem Gesetz nur für Frau von der Leyen etwas. Schei­tert das Vor­ha­ben, weil es schlicht­weg nicht ver­fas­sungs­kon­form ist, steht das feder­füh­rende Minis­te­rium dumm da. Die­ses wird von Gut­ten­berg geführt und die Pleite bliebe an ihm hän­gen. Frau von der Leyen würde wei­ter­hin elfen­gleich als gute Sama­ri­te­rin übers Land schweben.

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