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SPD, Zeit zu gehen. Die Piraten kommen!

14. August 2009 11:45

spdcdu2005 war die SPD glück­lich sich in die Große Koali­tion ret­ten zu kön­nen. Es war Franz Münte­fe­ring, der die SPD auf die­sen Irr­weg führte. Schlicht wie er nun ein­mal denkt, dachte er, die SPD könne nun mun­ter wei­ter­ma­chen und Ihr Sün­den­fall würde als­bald in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Die Ver­gess­lich­keit des Wäh­lers ist eine Wunsch­vor­stel­lung geschei­ter­ter Poli­ti­ker. Da sie selbst geübt darin sind eigene Ver­feh­lun­gen zu ver­drän­gen, glau­ben sie die Bür­ger täten es ihnen gleich. Ein Irr­tum, der nun sehr teuer zu ste­hen kommt!

Die Große Koali­tion bot der SPD Auf­schub, keine Ent­las­tung. Nun wun­dert man sich, warum die Wäh­ler sich so hef­tig an die Zeit seit 1998 erin­nern. Ein Schlüs­sel dazu ist die feudal-sozialistische Dienst­fahrt der Ulla Schmidt. Völ­lig ver­kannt in sei­ner Wir­kung von Stein­meier, der mit einer schwa­chen Sowohl-Als-Auch-Entscheidung nicht für die erfor­der­lich Klar­heit und Abgren­zung sorgte. Nun hat er sie am Halse und alle Erin­ne­run­gen dazu. Ulla Schmidt ist nicht so ange­eckt, weil sie am Urlaubs­ort den Kom­fort eines Dienst­wa­gens in Anspruch nahm, sie ist beim Bür­ger auf­ge­lau­fen wegen der dreis­ten Behaup­tung ihr stünde das zu. Wäh­rend in die­sem Land hun­dert­tau­sende Hartz-IV-Empfänger einen täg­li­chen Exis­tenz­kampf füh­ren, der ihnen von die­ser SPD beschert wurde (erin­nern), steht es Frau Minis­te­rin zu am Urlaubs­ort chauf­fiert zu wer­den. Ande­ren den Gür­tel enger schnal­len und per Ver­ord­nung sich selbst ein ange­neh­mes Leben ein­rich­ten. Erlaubt ist, was diese Kaste sich selbst erlaubt. Dazu brau­chen sie kein Gesetz, eine schlichte Ver­ord­nung ver­setzt sie in den Stand auf den Fürs­ten nei­disch gewe­sen wären. Das ist der lega­li­sierte Betrug, den die Bür­ger emp­fin­den und der sie daran erin­nerte mit wel­cher Leich­tig­keit diese SPD ihnen die For­de­run­gen über­ließ, wäh­rend sie sich selbst förderte.

Liebe SPD, nichts ist ver­ges­sen, nichts wird ver­ges­sen! Seit 2003 bin ich lei­den­schaft­li­cher Geg­ner die­ser Par­tei. Nicht nur den Betrug am Wäh­ler habe ich erlebt, ich konnte auch sehen wie inner­par­tei­lich der Aus­ver­kauf an Schrö­der betrie­ben wurde. Von Demo­kra­tie weit und breit keine Spur! Alle wur­den gezwun­gen die Lem­minge zu geben. Nun liegt das Resul­tat die­ser Dis­zi­pli­nie­run­gen vor. Eine Par­tei ohne Cha­rak­ter. Ein Wahl­ver­ein zur Macht­er­hal­tung, beste­hend aus Mit­glie­dern die Indi­vi­dua­li­tät ver­lernt haben. Ange­passte Jasa­ger zu Hauf, die sich nun wegen des feh­len­den Rück­grats über den eige­nen Buckel wundern.

In der Mitte liegt die Kraft, dachte sich der Kopist Schrö­der und gab den Blair! Die­ser Mitte hat sich die SPD bis zur Selbst­auf­gabe ange­passt, als sie sich Schrö­der unter­warf. Jetzt liegt die Par­tei danie­der, nicht mehr von der CDU zu unter­schei­den und des­halb über­flüs­sig. Warum sollte man SPD wäh­len, wenn nicht ein­mal abseh­bar ist was bei ihr aus­zu­schlie­ßen ist? Sie ist zu allem fähig, geht es um den Machterhalt.

Ver­rat hat Tra­di­tion! Erin­nern Sie noch wie die zwei Beck demon­tier­ten? Das Intriganten-Duo Steinmeier-Münterfering schreckte nicht davor zurück den Par­tei­vor­sit­zen öffent­lich zu demü­ti­gen und lächer­lich zu machen, um an sei­ner Stelle den Schöp­fer der Agenda 2010, Frank-Walter Stein­meier, zu eta­blie­ren. Die Par­tei jubelte, ein neuer Füh­rer, der uns die Macht sichern wird. Nun habt ihr euren Ich-Kann-Kanzlerkandidat. Einen Büro­kra­ten der Macht, der alles ver­tre­ten kann — aber eben nur in der zwei­ten Reihe. Sel­bes gilt für Münte­fe­ring. Ein aus­ge­laug­ter Mann, der nie das For­mat für die erste Garde hatte. Er ist und bleibt ein Sekretär.

Mag sein bei die­ser Wahl gibt es noch eine kleine Chance den Anschein einer Volks­par­tei zu wah­ren. Es kann aber auch eine his­to­ri­sche Nie­der­lage wer­den, die unse­rem Land gut tun würde. Nicht nur vier Jahre eine sta­bile Regie­rung — ohne hin und her — son­dern Zeit so etwas wie Oppo­si­tion zu orga­ni­sie­ren. Und das ohne SPD. Wem man in der Regie­rung nicht trauen kann, dem  sollte man in der Oppo­si­tion erst recht kei­nen Glau­ben schen­ken. Sie würde wie­der Ver­spre­chen brechen!

Wählt was ihr wollt, Genos­sen. Für mich sind die Pira­ten eine Alter­na­tive. Begeis­tern kann ich mich für eine Ein-Themen-Partei nicht. Es ist aber immer noch güns­ti­ger die Pira­ten zu wäh­len, statt seine Stim­men durch Wahl­ent­hal­tung zu verschenken.

Wie falsch die Ent­schei­dung Münte­fe­rings und Stei­mei­ers war, kann man die­ser Gra­fik ent­neh­men. Die Par­tei folgte, so wie sie nun auch fol­gen muss.

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