spdcdu2005 war die SPD glücklich sich in die Große Koalition retten zu können. Es war Franz Müntefering, der die SPD auf diesen Irrweg führte. Schlicht wie er nun einmal denkt, dachte er, die SPD könne nun munter weitermachen und Ihr Sündenfall würde alsbald in Vergessenheit geraten. Die Vergesslichkeit des Wählers ist eine Wunschvorstellung gescheiterter Politiker. Da sie selbst geübt darin sind eigene Verfehlungen zu verdrängen, glauben sie die Bürger täten es ihnen gleich. Ein Irrtum, der nun sehr teuer zu stehen kommt!

Die Große Koalition bot der SPD Aufschub, keine Entlastung. Nun wundert man sich, warum die Wähler sich so heftig an die Zeit seit 1998 erinnern. Ein Schlüssel dazu ist die feudal-sozialistische Dienstfahrt der Ulla Schmidt. Völlig verkannt in seiner Wirkung von Steinmeier, der mit einer schwachen Sowohl-Als-Auch-Entscheidung nicht für die erforderlich Klarheit und Abgrenzung sorgte. Nun hat er sie am Halse und alle Erinnerungen dazu. Ulla Schmidt ist nicht so angeeckt, weil sie am Urlaubsort den Komfort eines Dienstwagens in Anspruch nahm, sie ist beim Bürger aufgelaufen wegen der dreisten Behauptung ihr stünde das zu. Während in diesem Land hunderttausende Hartz-IV-Empfänger einen täglichen Existenzkampf führen, der ihnen von dieser SPD beschert wurde (erinnern), steht es Frau Ministerin zu am Urlaubsort chauffiert zu werden. Anderen den Gürtel enger schnallen und per Verordnung sich selbst ein angenehmes Leben einrichten. Erlaubt ist, was diese Kaste sich selbst erlaubt. Dazu brauchen sie kein Gesetz, eine schlichte Verordnung versetzt sie in den Stand auf den Fürsten neidisch gewesen wären. Das ist der legalisierte Betrug, den die Bürger empfinden und der sie daran erinnerte mit welcher Leichtigkeit diese SPD ihnen die Forderungen überließ, während sie sich selbst förderte.

Liebe SPD, nichts ist vergessen, nichts wird vergessen! Seit 2003 bin ich leidenschaftlicher Gegner dieser Partei. Nicht nur den Betrug am Wähler habe ich erlebt, ich konnte auch sehen wie innerparteilich der Ausverkauf an Schröder betrieben wurde. Von Demokratie weit und breit keine Spur! Alle wurden gezwungen die Lemminge zu geben. Nun liegt das Resultat dieser Disziplinierungen vor. Eine Partei ohne Charakter. Ein Wahlverein zur Machterhaltung, bestehend aus Mitgliedern die Individualität verlernt haben. Angepasste Jasager zu Hauf, die sich nun wegen des fehlenden Rückgrats über den eigenen Buckel wundern.

In der Mitte liegt die Kraft, dachte sich der Kopist Schröder und gab den Blair! Dieser Mitte hat sich die SPD bis zur Selbstaufgabe angepasst, als sie sich Schröder unterwarf. Jetzt liegt die Partei danieder, nicht mehr von der CDU zu unterscheiden und deshalb überflüssig. Warum sollte man SPD wählen, wenn nicht einmal absehbar ist was bei ihr auszuschließen ist? Sie ist zu allem fähig, geht es um den Machterhalt.

Verrat hat Tradition! Erinnern Sie noch wie die zwei Beck demontierten? Das Intriganten-Duo Steinmeier-Münterfering schreckte nicht davor zurück den Parteivorsitzen öffentlich zu demütigen und lächerlich zu machen, um an seiner Stelle den Schöpfer der Agenda 2010, Frank-Walter Steinmeier, zu etablieren. Die Partei jubelte, ein neuer Führer, der uns die Macht sichern wird. Nun habt ihr euren Ich-Kann-Kanzlerkandidat. Einen Bürokraten der Macht, der alles vertreten kann – aber eben nur in der zweiten Reihe. Selbes gilt für Müntefering. Ein ausgelaugter Mann, der nie das Format für die erste Garde hatte. Er ist und bleibt ein Sekretär.

Mag sein bei dieser Wahl gibt es noch eine kleine Chance den Anschein einer Volkspartei zu wahren. Es kann aber auch eine historische Niederlage werden, die unserem Land gut tun würde. Nicht nur vier Jahre eine stabile Regierung – ohne hin und her – sondern Zeit so etwas wie Opposition zu organisieren. Und das ohne SPD. Wem man in der Regierung nicht trauen kann, dem  sollte man in der Opposition erst recht keinen Glauben schenken. Sie würde wieder Versprechen brechen!

Wählt was ihr wollt, Genossen. Für mich sind die Piraten eine Alternative. Begeistern kann ich mich für eine Ein-Themen-Partei nicht. Es ist aber immer noch günstiger die Piraten zu wählen, statt seine Stimmen durch Wahlenthaltung zu verschenken.

Wie falsch die Entscheidung Münteferings und Steimeiers war, kann man dieser Grafik entnehmen. Die Partei folgte, so wie sie nun auch folgen muss.

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