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Solidarität wird endlich wieder groß geschrieben in der SPD

01. August 2009 03:53

sPDEs sollte die Woche für die SPD werden.

Mer­kel im Urlaub und Stein­meier hatte minu­tiös geplant. Wäh­rend Mer­kels Abwe­sen­heit wollte er mit sei­nem Grup­pen­bild — mit vie­len Damen — die Kom­pe­tenz der SPD end­lich ins Licht rücken. Die klü­ge­ren Köpfe und die bes­se­ren Ideen, so sollte es ab die­ser Woche heißen.

Es kam anders. Ulla Schmidt ließ sich im Urlaub den Dienst­wa­gen steh­len. Das Ziel zum grei­fen Nahe hatte die SPD end­lich die gewünschte Medi­en­auf­merk­sam­keit, von der sie schon lange träumt.

Aber so rich­tig rund lief es nicht für Stein­meier. Auf dem Par­tei­tag stahl Mün­ter­fe­ring ihm die Show mit sei­ner 40-Jahre jün­ge­ren Gelieb­ten und nun fuhr Ulla ihm eine Karre an die Wand.

Don­ners­tag war es end­lich soweit, Stein­meier stellte seine Gruppe vor. 18 Frauen und Män­ner stark ist sein „Kom­pe­tenz­team“. Ein biss­chen viel, mei­nen die Kom­men­ta­to­ren allein auf die Zahl der Kom­pe­tenz­ler bezogen. Warum Stein­meier ein der­art „star­kes Auf­ge­bot“ prä­sen­tierte bleibt Spe­ku­lan­ten über­las­sen zu ergrün­den. Ich ver­mute, er will die Nie­der­lage im Herbst auf mög­lichst viele Schul­tern verteilen.

Soli­da­ri­tät wird end­lich wie­der groß geschrie­ben in der SPD!

Hubertus heil ist auch dabei! Ich habe keine Ahnung warum. Er bekommt kein Res­sort zuge­wie­sen, soll zustän­dig sein für „Neue Medien“. Die­sen alt­ba­cke­nen Spund mit dem Attri­but neu in Ver­bin­dung zu brin­gen ist eine Frech­heit an sich. Was „Neue Medien“ für die SPD sind weiss ich nicht. Viel­leicht hat sie Twit­ter ent­deckt und nun muss einer sich damit beschäf­ti­gen, wegen Kom­pe­tenz und so.

Beim alten Medium Web hat die SPD sich ja keine Freunde gemacht. Inner­halb der SPD grün­de­ten sich Pira­ten, mit der Absicht, das Netz zurück zu erobern. Man stelle sich das vor, auf der Tita­nic schreien einige Genos­sen: klar zum Entern.

Eigentlich wollte ich hier in der Fuß­zeile ein Foto der Kom­pe­tenz­gruppe ver­öf­fent­li­chen. Noch mal alle Zei­tun­gen durch­ge­se­hen. Habe mich dage­gen ent­schie­den. Die Leser lachen mich doch aus, wenn ich in einem Blog ein Bild ein­stelle, auf dem der Kanz­ler­kan­di­dat der SPD vor lau­ter Kom­pe­tenz­lern unter geht.

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