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Presse wird kritisch

10. August 2009 13:25

In den Medien scheint sich Ver­nunft durch­zu­set­zen. Bis­her eher durch ängst­li­che Zurück­hal­tung auf­ge­fal­len, trauen sich mehr und mehr Redak­teure dem Pro­fi­lie­rungs­wahn eini­ger Poli­ti­ker offen­siv und mit deut­li­cher Spra­che ent­ge­gen zu treten.

Anlass für den Kom­men­tar im ksta war die geis­tige Ent­glei­sung von Kanz­ler­amts­chef Tho­mas de Mai­zière. Der ent­blö­dete sich nicht uns “Scheuß­lich­kei­ten, die jede Vor­stel­lungs­kraft spren­gen” zu prophezeien, wenn wir nicht bereit sind “Ver­kehrs­re­geln” für das Inter­net zu schaf­fen, aus­ge­rech­net ähnlich denen der –dere­gu­lier­ten–  Finanz­märkte! (RP Online)

Mein Gott, da schreien alle nach dem “Glä­ser­nen Poli­ti­ker” obwohl die so durch­sich­tig sind wie ein Fens­ter ohne Verglasung.

Zurück zum Kom­men­tar. Tobias Kauf­mann bringt die Dinge auf den Punkt. Er fragt, warum man nicht beste­hende Gesetze und Struk­tu­ren nutzt, um Ver­bre­chen zu ver­hin­dern, statt die Sicht auf deren Resul­tate kos­me­tisch zu behan­deln. Und er stellt eine wei­tere Frage bzw. trifft eine Fest­stel­lung: Glaub­wür­dig­keit verspielt.

So ist es, die Glaub­wür­dig­keit blieb als ers­tes auf der Stre­cke. Gut daran ist, dies wird immer offensichtlicher.

Fal­sches Signal in einer unfreien Welt Von Tobias Kauf­mann, 10.08.09, 12:51h

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