In den Medien scheint sich Vernunft durchzusetzen. Bisher eher durch ängstliche Zurückhaltung aufgefallen, trauen sich mehr und mehr Redakteure dem Profilierungswahn einiger Politiker offensiv und mit deutlicher Sprache entgegen zu treten.

Anlass für den Kommentar im ksta war die geistige Entgleisung von Kanzleramtschef Thomas de Maizière. Der entblödete sich nicht uns "Scheußlichkeiten, die jede Vorstellungskraft sprengen" zu prophezeien, wenn wir nicht bereit sind "Verkehrsregeln" für das Internet zu schaffen, ausgerechnet ähnlich denen der -deregulierten-  Finanzmärkte! (RP Online)

Mein Gott, da schreien alle nach dem "Gläsernen Politiker" obwohl die so durchsichtig sind wie ein Fenster ohne Verglasung.

Zurück zum Kommentar. Tobias Kaufmann bringt die Dinge auf den Punkt. Er fragt, warum man nicht bestehende Gesetze und Strukturen nutzt, um Verbrechen zu verhindern, statt die Sicht auf deren Resultate kosmetisch zu behandeln. Und er stellt eine weitere Frage bzw. trifft eine Feststellung: Glaubwürdigkeit verspielt.

So ist es, die Glaubwürdigkeit blieb als erstes auf der Strecke. Gut daran ist, dies wird immer offensichtlicher.

Falsches Signal in einer unfreien Welt Von Tobias Kaufmann, 10.08.09, 12:51h

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