sPDDer Ich-kann-Kanzlerkandidat der SPD ist leicht angesäuert. Er beklagt Merkels Unwille zum Wahlkampf. Der hat noch nicht gemerkt, dass die CDU/CSU exakt diesen Wahlkampfstil gegen einen Kandidaten seiner Formats geplant hat. Einen Langweiler bekämpft man am besten mit der Monotonie die er selbst verbreitet.

Merkel ignoriert Steinmeier und wird ihn ganz sicher nicht aufwerten, indem sie sich ein Scharmützel mit ihm liefert. Man lässt ihn einfach durch die Republik tingeln und sich am eigenen Deutschland-Plan aufreiben.

So falsch ist dieser Plan eigentlich nicht. Leider hat Steinmeier ihn selbst sabotiert. Erstens durch die teilweise Vorabveröffentlichung via Spiegel und zweitens durch die irreale Zielvorgabe der Vollbeschäftigung. 4.000.000 Arbeitsplätze schaffen wäre ein Königskonzept, gäbe es nicht die Realität der Gegenwart und Vergangenheit. Aus der Vergangenheit wissen wir eben das solche Versprechen keinen Pfifferling wert sind. Clement wollte 2009 die Arbeitslosigkeit beseitigt haben. Er verschob den Zeitpunkt später auf später, 2013 ist nun angepeilt. Ups, wenn Clements Plan nun doch noch aufgeht, steht Steinmeier aber ziemlich dumm da mit seinem Termin 2020. Na ja, mögen die in der SPD das untereinander ausmachen. Der Rest der Republik glaubt ja eh nicht an Wunder.

Mag der Plan auch noch so gescheite Ansätze haben, er ist wertlos und war bereits Utopie bevor Steinmeier ihn schließlich selbst der Öffentlichkeit vorstellte. Bei den Genossen läuft in diesem Wahlkampf alles rund – und voll daneben. Minutiös geplant geht alles in die Brüche was das Traumduo Steinmeier-Müntefering anlangt. Einzig den politischen Meuchelmord an Kurt Beck haben diese zwei erfolgreich inszeniert und durchgeführt. So was geht ja auch einfach. Indiskretion hier, Durchstechen da, Freunde beim Spiegel einspannen und schon war der Beck blamiert.

Jetzt berief Steinmeier eilig im Stile Schröders eine Pressekonferenz ein, um sich mal richtig zu beschweren. Journalisten berichten davon sich nur schwer am Gähnen gehindert zu haben, so mitreißend schilderte Steinmeier seinen Frust. Vor lauter Unaufgeregtheit vergaß Steinmeier Merkel namentlich zu nennen. Es musste nachgefragt werden.

Noch zwei Wochen und die Genossen holen Beck wegen dessen Autorität ins Team Steinmeiers.

Hinter dem Horizont geht’s weiter

Die Union wird einen kurzen Wahlkampf führen. Gegen die Fortsetzung der Großen Koalition.

Der Plan hier bereits behandelt.

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