Hans Leyendecker, ein von mir sonst sehr respektierter Journalist, lässt sich in der SZ vor einen Karren spannen.

Das Hintergrundrauschen des Herrn Leyendecker

Was für ein hübsches Gespenst aber auch – und es kommt so zur rechten Zeit, in doppelter Hinsicht.

Die Wahlen nahen und wir brauchen einen starken, wehrhaften Staat, der uns notfalls auch am Hindukusch verteidigt. Ups, nun habe ich Schelm den zweiten Grund für diese allgemeine Verunsicherung benannt.

„um Deutschland zum Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan zu zwingen.“ braucht es keinen Anschlag in Deutschland. Dreißig oder fünfzig „Gefallene“ in diesem Nicht-Krieg an einem Tag und das Thema ist politisch entschieden. Jeder weiß es, jeder muss damit rechnen.

Übrigens, die USA starten gerade eine Großoffensive in diesem Krieg, der keiner sein soll. Vielleicht erhöht sich ja in diesem Zusammenhang die Gefährdung. Aber cool bleiben, Gefährder und Gefährdete sind in Afghanistan!

In welcher weise könnte ein Terroranschlag die Wahlen bezüglich Afghanistan-Krieg beeinflussen?
Wählen alle Kriegsgegner Die-Linke? Müsste doch so zu befürchten sein, denn alle anderen Parteien sind für den Krieg!

Das erklären weder Herr Leyendecker noch die von ihm zitierten Unbekannten.

Fasst man das Rauschen des Artikels zusammen, bleibt:
Konkret wissen alle am Artikel Beteiligten nichts, es rauscht halt nur.

Heribert Prantl (SZ) beschäftig sich mit der vom Innenministerium geschürten Terror-Angst

 

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